Engineered Components

Solides Wachstum

In einem anspruchsvollen Marktumfeld hat das Segment Engineered Components ein organisches Wachstum von 3.2% erzielt. Alle Divisionen haben zu diesem Wachstum beigetragen, das massgeblich durch die Lancierung und den Hochlauf von Neuprojekten getragen wurde.

Kennzahlen Engineered Components

Wachstum in allen vier Divisionen erzielt

Das Segment Engineered Components erwirtschaftete einen Umsatz von CHF 967.0 Mio., was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von 4.4% entspricht. Alle Divisionen haben zu diesem Wachstum beigetragen. Die Umsatzdynamik hat sich insbesondere im vierten Quartal, im Vergleich zu der Vor­jahres­periode, abgeschwächt.

Ursachen waren u.a. die verzögerte Homologierung neuer Dieselmotoren in der Automobilindustrie, die allgemeine Markt­sättigung bei Smartphones und eine zunehmende Un­sicherheit der Markt­teilnehmer aufgrund der Spannungen im Handels­streit zwischen den USA und China.

Das Luftfahrtgeschäft in der Division Industrial entwickelte sich aufgrund der geringen Nachfrage nach dem Airbus A380 sowie einem flacher als erwarteten Produktionshochlauf des Airbus A350 immer noch schleppend und hat das Vorjahresniveau noch nicht erreicht. Im Gegensatz dazu hat die Division Medical, wie erwartet, auf den Wachstumspfad zurück­gefunden und die Wachstumsdynamik weiter gesteigert.

Die Währungseffekte haben sich im Jahresverlauf abge­schwächt und trugen 1.3% zum Umsatzwachstum bei, während Veränderungen im Konsolidierungskreis mit –0.1% marginal waren. Das organische Wachstum im Kerngeschäft wurde mit 4.4% massgeblich von der Lancierung und dem Hochlauf verschiedener Neuprojekte getragen.

Attraktive Ertragskraft bestätigt

Die Ertragskraft war besonders im ersten Semester durch erhöhte Rohmaterialkosten und hohe Vorleistungen in Neu­projekte belastet. Im zweiten Semester reduzierten sich diese negativen Faktoren. Die Kostensteigerungen wurden an die Kunden übertragen und die erfolgreichen Innovations­leistungen führten zu ersten Serienlieferungen an die Kunden. Die nach­lassende Umsatzdynamik im zweiten Halbjahr belastete die erwartete Steigerung der Profitabilität. Der EBIT für die Berichtsperiode erreichte mit CHF 176.6 Mio. zwar nicht das normalisierte Vorjahresniveau (CHF 185.7 Mio.), aber im industriellen Benchmark eine attraktive EBIT-Marge von 18.2%.

Investitionstätigkeit fortgeführt

Auch im Jahr 2018 hat das Segment Engineered Components mit CHF 116.3 Mio. oder 12% vom Nettoumsatz stark in projektspezifische Produktionsanlagen und zukünftige Wachs­tumsprojekte investiert. Der Bau der neuen Produktions­platt­form in Nantong (nördlich von Schanghai, China) verläuft nach Plan und steuerte im Berichtsjahr mit CHF 30 Mio. rund einen Viertel zu den Investitionen bei. Die ersten Produktions­aktivitäten erfolgen im Frühjahr 2019. Nach der Fertigstellung dieses Grossprojektes erwartet das Segment, im 2019 die Investitionstätigkeit auf tieferem Niveau fortzuführen.

Division Automotive

Wachstumskurs fortgesetzt

Das Wachstum der Division Automotive basiert auf der Lancierung und dem Hochlauf von innovativen Kunden­projekten. Während im ersten Semester ein starkes Wachstum realisiert wurde, war die Wachstumsdynamik im zweiten Semester und insbesondere im vierten Quartal schwächer. Die Umsatzentwicklung war einerseits durch den starken Schweizer Franken und andererseits durch die Einführung eines neuen europaweiten Prüfzyklus (WLTP – «Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure») geprägt. Zudem spürte die Division Automotive in China eine schwächere Nachfrage aufgrund des weiter zunehmenden Handelskonflikts mit den USA.

Marktwachstum übertroffen

Trotz dieser Abschwächung hat die Division Automotive das Marktwachstum erneut deutlich übertroffen. Der Trend zu mehr Komfort, verbesserter Sicherheit und steigender Effizienz und damit übergeordnet zur Elektrifizierung der Fahrzeuge nimmt weiter an Bedeutung zu. Das autonome Fahren ist ein wichtiger Wachstumstreiber, von dem die Division Automotive profitiert. Diese Innovationstrends erhöhen einerseits die Penetration im Markt und damit die Liefermengen von bereits im Markt eingeführten Produktlösungen; anderseits werden neue Projekte zur Entwicklung der Nachfolgegenerationen lanciert.

Innovationsfähigkeit gesteigert

Die Akquisition von Neuprojekten unterstreicht die hohe Wettbewerbsfähigkeit der Division Automotive. Ein wichtiger Faktor ist die globale Fertigungsplattform, über die SFS verfügt. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, an unterschiedlichen Standorten Neuprojekte oder Nachfolgeprojekte zu realisieren und die international tätigen Kunden mit den gewünschten baugleichen Komponenten lokal zu beliefern. Ein weiterer entscheidender Faktor für die Akquisition von Neuprojekten ist die Innovationsfähigkeit von SFS, die auf hoher Technologie­kompetenz und spezifischer Anwendungskenntnis beruht. Diese Innovationskraft wird von Kunden sehr geschätzt. So hat SFS in der kurzen Geschichte des «Crazy for SuCCess»-Awards diesen Preis bereits zum zweiten Mal gewonnen.

Layoutanpassung geplant

Aufgrund der Produktionstransfers der Division Construction an ausländische Standorte in den letzten 18 Monaten verfügt die Division Automotive in Heerbrugg, Schweiz nun über die räumlichen Voraussetzungen, um die Wachstumsstrategie fortzusetzen. Zahlreiche Layoutanpassungen sind bis Ende 2020 geplant. Diese werden in einem ersten Schritt Zusatz­kosten verursachen, mittelfristig jedoch die Effizienz und die Produktivität markant erhöhen.

Positive Aussichten erwartet

Aufgrund des geplanten Hochlaufs von Neuprojekten geht die Division für das Jahr 2019 – trotz einer erwarteten flachen Marktentwicklung – von einem Wachstum aus.

Division Electronics

Leichte Umsatzsteigerung erreicht

Die Division Electronics hat 2018 ein leichtes Umsatzwachstum erreicht. Ihre Marktstellung im Bereich Mobile Devices hat die Division gefestigt. Die grosse Stärke, Produkthochläufe inner­halb sehr kurzer Zeit zu realisieren (Time to Volume), hat Electronics 2018 erneut unter Beweis gestellt. Das Wachstums­tempo hat sich im letzten Quartal mit nachlassender Markt­dynamik abgeschwächt.

Kundenbeziehungen ausgebaut

Im Bereich Lifestyle Electronics (Smart-Watches und Smart-Home-Anwendungen) erzielte die Division Electronics mit der Marke Unisteel Erfolge. Sie baute ihre Kundenbeziehungen kontinuierlich aus, akquirierte innovative Neuprojekte und bestätigte damit ihre wichtige Rolle als Entwicklungspartner. Im Geschäft der Festplattenlaufwerke zeigte sich, trotz einem weiterhin schrumpfenden Gesamtmarkt, eine positive Ent­wicklung. Dank der hohen Zuverlässigkeit und der hohen Qualitäts­standards hat die Division die Lieferanteile steigern und das Lieferspektrum erweitern können. So ist es beispiels­weise gelungen, den Lieferumfang bei einem Schlüssel­kunden um Präzisionskomponenten aus Kunststoff zu erweitern.

Einstieg in neue Anwendung geglückt

Für die Erschliessung eines neuen Anwendungs­gebiets hat die Division erhebliche Vorleistungen getätigt. In der zweiten Jahreshälfte konnten entsprechend dem Projektplan erste Umsätze erzielt werden. Die Präzisions­teile werden auf Basis der Kaltmassiv­umformung realisiert, die in der Elektronik­industrie noch wenig verbreitet ist. In diesem Zusammen­hang ist das Know-how im Bereich der Werkzeug­entwicklung und -herstellung ausgebaut worden. Die Lancierung dieser neuen Produkte bedeutet einen weiteren Meilenstein in der Positio­nierung von Unisteel als Entwicklungs­partner von Präzisions­teilen für die Elektronik­industrie. Unisteel, die in diesem Jahr das 30-jährige Firmen­jubiläum feierte, durchlebte damit eine sehr ähnliche Entwicklung des Leistungs­spektrums wie die SFS Group: vom Händler zum Hersteller mechanischer Befesti­gungs­systeme und weiter zum Entwicklungs­partner für Präzisions­teile, die auf hoher Technologie­kompetenz und Anwendungs­kenntnis basieren.

Produktionstechnologien unter einem Dach vereint

Die Fertigstellung der neuen Fertigungs­plattform in Nantong (nördlich von Schanghai, China) verläuft nach Plan. Ver­schiedene Standorte in der Region Schanghai werden zukünftig schrittweise an diesem Standort konsolidiert. Er wird nach der Fertig­stellung der zweitgrösste Standort innerhalb der SFS Group sein. Damit werden die wichtigsten Produktions­technologien von SFS unter einem Dach vereint. Dies ist eine wichtige Basis für die weitere erfolgreiche Entwicklung der Geschäfts­aktivitäten der Division Electronics sowie für die anderen Divisionen (u.a. Automotive) der SFS Group. Die Produktions­aktivitäten werden schrittweise ab dem ersten Semester 2019 am neuen Standort aufgenommen.

Gute Aussichten prognostiziert

Die Aussichten für 2019 sind grundsätzlich positiv: Die Division Electronics erwartet in der zweiten Jahreshälfte eine erhöhte Umsatz­entwicklung, insbesondere durch den geplanten Hochlauf der neuen Produkt­anwendungen. Im Geschäft mit den Festplatten­laufwerken geht die Division, aufgrund einer anhaltend sinkenden Markt­nachfrage, von tieferen Umsätzen aus. Einmalige Aufwände für die Produktions­transfers an den neuen Fertigungs­standort Nantong werden das ausgewiesene Ergebnis belasten.

Division Industrial

Stabile Entwicklung realisiert

Die Division Industrial hat im Vergleich zum Vorjahr eine stabile Umsatz­entwicklung erreicht. Die verschiedenen Abnehmer­segmente, welche die Division beliefert, haben sich uneinheitlich entwickelt.

Erfolge mit Neuprojekten erzielt

Positiv zeigten sich der Bereich von Befestigern für Zer­spanungs­werkzeuge sowie die verschiedenen Anwendungen im Bereich des Mikro­spritz­gusses. Schleppend hingegen entwickelte sich der Bereich Luftfahrt. Dies aufgrund einer geringeren Nachfrage nach dem Airbus A380 sowie einem flacher als erwarteten Produktions­hochlauf beim Airbus A350. Eine Trendwende zeichnet sich jedoch ab. Erfolge erzielte die Division zudem bei der Akquisition von Neuprojekten. Auch die Weiter­entwicklung der Fertigungs­aktivitäten in der Produktion in Heerbrugg, Schweiz hat die Division im Jahres­verlauf voran­getrieben.

Erweiterung geplant

Für das aktuelle Jahr wird aufgrund der attraktiven Projekt­pipeline und der höheren Bestell­bestände im Luftfahrt­bereich mit einem leichten Wachstum gerechnet. Zudem ist es geplant in den Jahren 2019 – 2020 den Standort in Hallau (Stamm, Schweiz) zu erweitern, um die anstehenden Wachstums­projekte realisieren zu können.

Division Medical

Wachstumsdynamik verstärkt

Die Division Medical befindet sich zurück auf einem Wachs­tums­kurs. Die Wachstums­dynamik hat sich im Jahres­verlauf verbessert. Auch in dieser Division zeigen sich die Wettbe­werbs­vorteile dank den standardi­sierten Fertigungs­plattformen. Im Fall der Division Medical liegen diese in den USA und in Costa Rica. Dort werden die wichtigsten Cluster der Medizinal­technik-Industrie lokal bedient.

Projektpipeline weiter gestärkt

Das Geschäft mit Produkten, die in minimal­invasiven und neuro­chirurgischen Anwendungen eingesetzt werden, hat sich erfreulich weiter­entwickelt. Ihre Leistungsfähigkeit hat die Division Medical im Bereich von Hybridteilen aus Kunststoff- und Metall­elementen unter Beweis gestellt. Kundenseitige Verzögerungen sind jedoch beim Hochlauf von Projekten für orthopädische Anwendungen aufgetreten. Die Lancierung der zahlreichen Neuprojekte – mit entsprechenden initialen Aufwänden – hat die Profitabilität belastet. Insgesamt hat die Division Medical ihre Projekt­pipeline weiter ausgebaut.

Produktivitätssteigerungen weiterverfolgen

Aus diesem Grund erwartet die Division 2019 ein solides Wachstum. Für die Wachstums­projekte werden spezifische Investitionen realisiert. Diese dienen zusammen mit weiteren Massnahmen der Automati­sierung und Steigerung der Produktivität.

Die neue Produktionsplattform in Nantong (nördlich von Schanghai, China) vereint die Kerntechnologien an einem Standort